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Aktuelles aus 2017

Freitag, 03.02.2017, 20.15-21.00 Uhr WDR

Filmtipp!
Geheimnisvolle Orte: Geheimnis Landschaftspark Duisburg-Nord | Freitag, 03.02.2017, 20.15-21.00 Uhr | WDR


Unser Mitarbeiter Tobias Rautenberg hat das Filmteam bei den Dreharbeiten zur Fauna des Landschaftsparkes beraten und begleitet.

"Wo früher die Schornsteine der Hochöfen dampften, präsentiert sich heute das größte Aushängeschild für den Strukturwandel im Ruhrgebiet: der Landschaftspark Duisburg-Nord. Auf dem 230 Hektar großen Gelände des ehemaligen Hüttenwerks Meiderich klettern Alpinisten auf 70 Meter hohe Stahlrohre, Taucher steigen in den Gasometer, um in Europas größtem Indoor-Tauchbecken abzutauchen. Seltene Tier- und Pflanzenarten bevölkern wilde Natur und Gartenanlagen, und menschliche Besucher genießen hoch oben auf Hochofen 5 den Ausblick übers Revier.
Mit neuester Kameratechnik und exklusiven Einblicken ergründet die Dokumentation das Geheimnis für den Erfolg des Landschaftspark Duisburg-Nord - im Volksmund liebevoll "Lapadu" oder "Landi" genannt. Wir blicken hinter die Kulissen und begleiten Nachtwächter, eine Eventveranstalterin, den Parkleiter, Techniker und Musiker. Der Film zeigt Orte, die der Kunst und Kultur ungeahnte Möglichkeiten bieten. So vergleichen Musiker und Dirigenten die Akustik der ehemaligen Gebläsehalle mit der einer Kathedrale. Ein Sommerkino findet vor der spektakulärsten Lichtinstallation des Landes statt.
Ehemalige Mitarbeiter des Duisburger Thyssenwerkes vermitteln in der Doku das Leben als Stahlarbeiter im Ruhrgebiet zu Hoch- und Krisenzeiten. Und sie erzählen, wie engagierte Bürger den Abriss der Industrieanlagen verhinderten und so den Weg frei machten für einen mehrfach preisgekrönten Landschaftspark. Nirgendwo wird die Geschichte des Reviers so imposant lebendig hier.
Aufgenommen mit einer speziellen Nachtdrohne: Wenn es dunkel wird, lassen 440 Leuchten, LEDs und Fluter das Hochofenwerk kunstvoll erstrahlen.
Wir treffen zudem den Landschaftsarchitekten Peter Latz, der vor 20 Jahren dieses Stück Industriekultur plante. Damals hielten ihn viele für verrückt. Heute ist etwas unmöglich Erscheinendes gelungen: Aus einem Riesenhaufen nutzlos gewordenem Stahl ist ein echter Volkspark für Millionen Menschen geworden." (Text aus: http://www1.wdr.de/fernsehen/geheimnisvolle-orte/sendungen/geheimnis-landschaftspark-duisburg-100.html)

Ein Film von Marika Liebsch
Redaktion: Christiane Mausbach und Gudrun Wolter

29.01.2017 13. Flora-Fauna-Tag im Ruhrgebiet

Nicandra physalodes

Treffen zum fachübergreifenden Erfahrungsaustausch zur Entwicklung von Flora und Fauna im Ruhrgebiet.
Vorträge und Diskussionen zu Artenschutzmaßnahmen, Kartierungen, Bestandsaufnahmen, Neunachweisen, Beobachtungen.
2005
haben wir zusammen mit dem NABU Oberhausen unseren ersten Flora-Fauna-Tag veranstaltet (mehr .... [1.377 KB] ). Inzwischen ist der Tag fest etabliert. Regelmäßig besuchen mehr als 100 Personen diese kleine Tagung am letzten Sonntag im Januar zum Thema Flora und Fauna des Ruhrgebietes.

Der diesjährige 13. Flora-Fauna Tag fand im Rahmen der Grünen Hauptstadt Europas erstmals in Essen auf Zeche Zollverein statt. Über 150 Teilnehmer fanden den Weg in die ehemalige Strom-Verteiler-Halle – ein neuer Rekord. Auch in diesem Jahr lockte wieder ein abwechslungsreiches Programm mit Vorträgen über Untersuchungsergebnisse, Neufunde und Maßnahmen zu Flora und Fauna im Ruhrgebiet. Während der Diskussionen und Pausen kam es zu regem Austausch zwischen ehrenamtlichen und amtlichen Naturschützern, Studenten und sonstigen Interessierten. Aufgrund des Tagungsortes auf Zeche Zollverein war 2017 erstmals auch das Ruhrmuseum Mitveranstalter.

Ausrichter:
Biologische Station Westliches Ruhrgebiet, Ruhrmuseum, NABU Oberhausen, LNU, NUA NRW

Programm
ab 9:00 Uhr Anmeldung und Empfang
10:00-10:20 Uhr Ulrike Stottrop (Stiftung Ruhrmuseum), Peter Keil (BSWR) & Michael Tomec (NABU): Begrüßung und Eröffnung der Veranstaltung
10:20-10:40 Uhr Horst Fischer (RVR): Internationale Gartenausstellung im Ruhrgebiet
10:45-11:05 Uhr Elsa Brozynski (Herne): Fledermäuse im Hiesfelder Wald
11:10-11:30 Uhr Götz H. Loos (Kamen): Ausbreitung von Therophyten im Ruhrgebiet
11:35-11:50 Uhr Linda Trein (Oberhausen): Bienenfauna am Mechtenberg
11:55-12:10 Uhr Klaus Jürgen Conze (Essen): Zorro im Revier
Mittagspause
13:30-13:50 Uhr Thomas Kalveram & Bernhard Demel (Essen): Pilze im Pott, ein Beitrag zur Pilzflora auf der Zeche Zollverein
13:55-14:15 Uhr Rainer Stawikowski (Gelsenkirchen): Die Gelsenkirchener Ringelnatterpopulation(en)
14:20-14:40 Uhr Peter Gausmann (Bochum): Industriebrachen im Ruhrgebiet − ökologische Wertigkeiten, Planungsziele und Perspektiven für den Naturschutz dargestellt am Beispiel der Kokerei Hansa (DO)
14:45-15:05 Uhr Thomas Kordges (Hattingen): Die Rückkehr der Blauflügel- Prachtlibelle Calopteryx virgo in die Fließgewässer des Niederbergischen Hügellandes
Kaffeepause
15:40-16:10 Uhr Kurzvorträge jeweils ca. 5-10 min.
Robert Donoso-Büchner (Dorsten): Fische im Emschertal
Nora Scholpp (NABU Ruhrgebiet): GEO-Tag der Natur 2017
Bernhard Demel (Essen) & Jörg Drewenskus (Dortmund): Kurzvorstellung Berufsverband Umweltwissenschaften
16:10-16:30 Uhr Corinne Buch (Oberhausen): Artenreiche Wiesen auf Flächen des RWW in Mülheim an der Ruhr
16:35-16:55 Uhr Bernhard Jacobi (Oberhausen): Neues aus der Insektenwelt des westlichen Ruhrgebiets
16:55-17:00 Uhr Abschluss der Veranstaltung

Vortragsprogramm und Informationen zum FFT 2017 hier als Pdf ... [98 KB]

Veranstaltungsort:
Besucherzentrum Zollverein
Zollverein Schacht XII
Halle 2
Gelsenkirchener Str. 181
45309 Essen

Januar 2017 Neue Veröffentlichung

zur Industrienatur der ehem. Kokerei Hansa in Dortmund

Bereits 2013 erarbeitet die BSWR im Auftrag des RVR ein Pflege- und Entwicklungskonzept zum Erhalt der Industrienatur auf dem Gelände der ehemaligen Kokerei Hansa. Nun hat ein Autorenkollegium unter unserer Beteiligung die floristischen Ergebnisse der Kartierungen der letzten Jahren zusammengetragen. In dem Zeitraum über einen Zeitraum von annähernd 25 Jahren konnte die bemerkenswerte Anzahl von 482 Pflanzensippen (Taxa) auf dem Gelände erfasst werden. Damit zeigt die Fläche der ehem. Kokerei Hansa eine ähnlich hohe Pflanzendiversiät wie die namhaften Industriebrachen Zeche Zollverein (Essen), Brache Vondern (Oberhausen) oder Landschaftspark Duisburg-Nord. Die Ergebnisse der Untersuchungen belegen die enorme Bedeutung der Industrienatur für den Erhalt der urbanen Artenvielfalt im zentralen Ruhrgebiet.

Beitrag:
Gausmann, Peter; Büscher, Dietrich; Peter Keil & Loos, Götz Heinrich (2016): Flora und Vegetation der ehemaligen Zeche und Kokerei „Hansa“ in Dortmund-Huckarde im östlichen Ruhrgebiet (Nordrhein-Westfalen). – Dortmunder Beiträge zur Landeskunde. Naturwiss. Mitt. 47: 45-104.

PEPL der BSWR:

Keil, Peter; Rautenberg, Tobias & Scholz; Tobias unter Mitarbeit von Gausmann, Peter (2013): Pflege- und Entwicklungskonzept zum Erhalt der Industrienatur auf dem Gelände der ehemaligen Kokerei Hansa. – Unveröff. Gutachten der Biologischen Station Westliches Ruhrgebiet im Auftrag des Regionalverbandes Ruhr, Oberhausen.

Letzte Änderung am Donnerstag, 5. Oktober 2017 um 10:56:43 Uhr.

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