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Freitag, 03.02.2017, 20.15-21.00 Uhr WDR

Filmtipp!
Geheimnisvolle Orte: Geheimnis Landschaftspark Duisburg-Nord | Freitag, 03.02.2017, 20.15-21.00 Uhr | WDR


Unser Mitarbeiter Tobias Rautenberg hat das Filmteam bei den Dreharbeiten zur Fauna des Landschaftsparkes beraten und begleitet.

"Wo früher die Schornsteine der Hochöfen dampften, präsentiert sich heute das größte Aushängeschild für den Strukturwandel im Ruhrgebiet: der Landschaftspark Duisburg-Nord. Auf dem 230 Hektar großen Gelände des ehemaligen Hüttenwerks Meiderich klettern Alpinisten auf 70 Meter hohe Stahlrohre, Taucher steigen in den Gasometer, um in Europas größtem Indoor-Tauchbecken abzutauchen. Seltene Tier- und Pflanzenarten bevölkern wilde Natur und Gartenanlagen, und menschliche Besucher genießen hoch oben auf Hochofen 5 den Ausblick übers Revier.
Mit neuester Kameratechnik und exklusiven Einblicken ergründet die Dokumentation das Geheimnis für den Erfolg des Landschaftspark Duisburg-Nord - im Volksmund liebevoll "Lapadu" oder "Landi" genannt. Wir blicken hinter die Kulissen und begleiten Nachtwächter, eine Eventveranstalterin, den Parkleiter, Techniker und Musiker. Der Film zeigt Orte, die der Kunst und Kultur ungeahnte Möglichkeiten bieten. So vergleichen Musiker und Dirigenten die Akustik der ehemaligen Gebläsehalle mit der einer Kathedrale. Ein Sommerkino findet vor der spektakulärsten Lichtinstallation des Landes statt.
Ehemalige Mitarbeiter des Duisburger Thyssenwerkes vermitteln in der Doku das Leben als Stahlarbeiter im Ruhrgebiet zu Hoch- und Krisenzeiten. Und sie erzählen, wie engagierte Bürger den Abriss der Industrieanlagen verhinderten und so den Weg frei machten für einen mehrfach preisgekrönten Landschaftspark. Nirgendwo wird die Geschichte des Reviers so imposant lebendig hier.
Aufgenommen mit einer speziellen Nachtdrohne: Wenn es dunkel wird, lassen 440 Leuchten, LEDs und Fluter das Hochofenwerk kunstvoll erstrahlen.
Wir treffen zudem den Landschaftsarchitekten Peter Latz, der vor 20 Jahren dieses Stück Industriekultur plante. Damals hielten ihn viele für verrückt. Heute ist etwas unmöglich Erscheinendes gelungen: Aus einem Riesenhaufen nutzlos gewordenem Stahl ist ein echter Volkspark für Millionen Menschen geworden." (Text aus: http://www1.wdr.de/fernsehen/geheimnisvolle-orte/sendungen/geheimnis-landschaftspark-duisburg-100.html)

Ein Film von Marika Liebsch
Redaktion: Christiane Mausbach und Gudrun Wolter

29.01. Flora-Fauna Tag - ein großer Erfolg

Flora-Fauna-Tag 2017

Der diesjährige 13. Flora-Fauna Tag fand im Rahmen der Grünen Hauptstadt Europas erstmals in Essen auf Zeche Zollverein statt. Über 150 Teilnehmer fanden den Weg in die ehemalige Strom-Verteiler-Halle – ein neuer Rekord. Auch in diesem Jahr lockte wieder ein abwechslungsreiches Programm mit Vorträgen über Untersuchungsergebnisse, Neufunde und Maßnahmen zu Flora und Fauna im Ruhrgebiet. Während der Diskussionen und Pausen kam es zu regem Austausch zwischen ehrenamtlichen und amtlichen Naturschützern, Studenten und sonstigen Interessierten. Aufgrund des Tagungsortes auf Zeche Zollverein war 2017 erstmals auch das Ruhrmuseum Mitveranstalter.

Januar 2017 Neue Veröffentlichung

zur Industrienatur der ehem. Kokerei Hansa in Dortmund

Bereits 2013 erarbeitet die BSWR im Auftrag des RVR ein Pflege- und Entwicklungskonzept zum Erhalt der Industrienatur auf dem Gelände der ehemaligen Kokerei Hansa. Nun hat ein Autorenkollegium unter unserer Beteiligung die floristischen Ergebnisse der Kartierungen der letzten Jahren zusammengetragen. In dem Zeitraum über einen Zeitraum von annähernd 25 Jahren konnte die bemerkenswerte Anzahl von 482 Pflanzensippen (Taxa) auf dem Gelände erfasst werden. Damit zeigt die Fläche der ehem. Kokerei Hansa eine ähnlich hohe Pflanzendiversiät wie die namhaften Industriebrachen Zeche Zollverein (Essen), Brache Vondern (Oberhausen) oder Landschaftspark Duisburg-Nord. Die Ergebnisse der Untersuchungen belegen die enorme Bedeutung der Industrienatur für den Erhalt der urbanen Artenvielfalt im zentralen Ruhrgebiet.

Beitrag:
Gausmann, Peter; Büscher, Dietrich; Peter Keil & Loos, Götz Heinrich (2016): Flora und Vegetation der ehemaligen Zeche und Kokerei „Hansa“ in Dortmund-Huckarde im östlichen Ruhrgebiet (Nordrhein-Westfalen). – Dortmunder Beiträge zur Landeskunde. Naturwiss. Mitt. 47: 45-104.

PEPL der BSWR:

Keil, Peter; Rautenberg, Tobias & Scholz; Tobias unter Mitarbeit von Gausmann, Peter (2013): Pflege- und Entwicklungskonzept zum Erhalt der Industrienatur auf dem Gelände der ehemaligen Kokerei Hansa. – Unveröff. Gutachten der Biologischen Station Westliches Ruhrgebiet im Auftrag des Regionalverbandes Ruhr, Oberhausen.

Bauerngarten

Mit dem Titel „Grüne Hauptstadt Europas“ wird eine europäische Stadt ausgezeichnet, die nachweislich hohe Umweltstandards erreicht hat und fortlaufend ehrgeizige Ziele für die weitere Verbesserung des Umweltschutzes und der nachhaltigen Entwicklung verfolgt. Da mehr als zwei Drittel aller Europäer in Städten leben, haben viele Umweltschutzanstrengungen hier ihren Ursprung. Der Wettbewerb soll Städte zu weiteren Maßnahmen anregen und eine Plattform zur Vorstellung bewährter Verfahren bieten, sowie den Austausch zwischen europäischen Städten voranbringen.
Mehr auf der Internetseite zur Grünen Hauptstadt ...
Auch die BSWR beteiligt sich mit eigenen Veranstaltungen, Umweltbildungs- und Naturschutzprojekten an der "Grünen Hauptstadt Essen"
Mehr zu unseren Projekten ...

Live-Kameras in Nistkästen

balzender Star

für Gebäudebrüter an Essener öffentlichen Gebäuden

Die Biologische Station Westliches Ruhrgebiet (BSWR) betreut im Ballungsraum neben den Naturschutzgebieten auch immer die Natur im Siedlungsbereich. Hierzu gehören auch die Wildtiere, die sich im Laufe der Jahrhunderte an das Leben mit den Menschen angepasst haben, indem sie in oder an unseren Bauwerken leben. Dies sind zum Beispiel Vogelarten wie Haussperling oder Mauersegler oder unterschiedliche Fledermausarten. Die Sanierung von Wohngebäuden, insbesondere zur Wärmedämmung, führt jedoch gerade in den letzten Jahren vermehrt zum Verlust vieler dieser Lebensstätten. Um den Arten weiterhin das Leben in unseren Städten zu ermöglichen, werden ihnen an geeigneten Gebäuden neue Lebensräume in Form von Nistkästen angeboten.

Im Jahr der Grünen Hauptstadt wird die BSWR nun in Zusammenarbeit mit der Allbau AG an einem von deren Schulgebäuden Nistkästen anbringen. Dies soll so rechtzeitig im Frühjahr erfolgen, dass noch 2017 mit dem Einzug von Brutvögeln zu rechnen ist.

Von außen ist jedoch neben der Balz nur das Ein- und Ausfliegen der fütternden Elternvögel zu beobachten. Erst wenn die Jungvögel die Nistkästen verlassen und selbst fliegen lernen, sind sie für den normalen Beobachter zu sehen. Um schon zuvor einen Einblick in die Kinderstube zu ermöglichen, werden in einigen der Kästen Kameras installiert, die live Bilder/Filme aus dem Familienleben übertragen.

Es ist geplant, drei Kameras zu installieren, jedoch alle an derselben Schule, damit sicher gestellt ist, dass auch wenn einzelne Kästen nicht von Brutvögeln besetzt werden, mindestens ein oder zwei Kameras Bilder liefern. Die technische Umsetzung richtet sich nach den Gegebenheiten an der jeweiligen Schule, also ob eine Übertragung der Bilder beispielsweise lokal auf einen Computer in die Schule stattfindet oder ins Internet. Die technische Betreuung der Kameras übernimmt die BSWR im Rahmen dieses Projektes für das Jahr 2017.

Derzeit läuft die Suche nach einem geeigneten Standort. Hierbei richtet sich die Suche neben der räumlichen Eignung und der Bereitschaft, Kästen zu installieren, auch auf ein Interesse der Lehrer / Betreuer, das sichtbar werdende Brutgeschehen im Unterricht oder eine AG fachlich zu begleiten. Die BSWR kann hierbei Hilfestellung leisten, eine kontinuierliche fachliche Betreuung vor Ort ist jedoch nicht vorgesehen.

Die Teilnahme ist für die Schulen kostenlos.

Dienstag, 13.12.2016 20:15-21:00 Uhr

Rotfuchs im Landschaftspark Duisburg Nord

Im ehemaligen Hüttenwerk finden sich unzählige Schlupfwinkel.

Abenteuer Erde
Wildes Ruhrgebiet
Ein Film von Christian Baumeister
WDR (Erstausstrahlung)

Die BSWR hat die Produktionsfirma "Light & Shadow GmbH" bei der Vorbereitung der Dreharbeiten unterstützt. Daher machen wir hier gerne auf diesen Film aufmerksam. Viele Aufnahmen sind in unseren Untersuchungs- und Betreuungsgebieten entstanden.
mehr zum Film ...

18.11.2016 Buchpräsentation "Rost Rot"

Landschaftspark Duisburg-Nord

Peter Latz der "Erfinder" des Landschaftsparks gibt einen Rückblick auf 25 Jahre Parkgeschichte und -erleben. Anfang der 1990er Jahre gewinnt Prof. Latz den ausgelobten Architektenwettbewerb und schafft mit der Umsetzung seiner Vision einen international hoch angesehen Park, der die einzigartige Industriekulisse des ehemaligen Hochofenwerks Meiderich mit der dort vorherrschenden Natur verbindet. Seit über zehn Jahren kümmert sich die Biologische Station um die nun als "Industrienatur" bezeichnete Artenvielfalt im Park, betreibt Öffentlichkeitsarbeit und organisiert Veranstaltungen zur Umweltbildung insbesondere mit Schulklassen. Hierüber berichtet Peter Keil in einem Essay:

Deutsche Ausgabe
Keil, Peter (2016): Artenvielfalt der Industrienatur. - In: Latz, P.: Rost Rot, Der Landschaftspark Duisburg-Nord. - Mit Beiträgen von Bodmann, E., Danielzik, K.-H., Dettmar, J., Keil, P., Latz, T., Ganser, K., Lipkowsky, G., Riehl, W., Treib, M., Walter, K., & Winkels, R. Mit Vorworten von Ganser, K. & Treib, M. Hirmer. 288 S. ISBN: 978-3-7774-2426-2

Englische Ausgabe
Keil, Peter (2016): Species diversity and industrial nature. - In: Latz, P.: Rust Red, The Landscape Park Duisburg Nord. - Essays by Bodmann, E., Danielzik, K.-H., Dettmar, J. , Keil, P., Latz, T., Ganser, K., Lipkowsky, G., Riehl, W., Treib, M., Walter, K., & Winkels, R. Introduction by Ganser, K. & Treib, M. Hirmer. 288 p. ISBN: 978-3-7774-2427-9

Prof. Latz in "seinem Park", 18.11.2016





2. Projektwoche "Natur trifft Kunst"

an der LVR Christoph-Schlingensief Förderschule - Das ForscherCamp wächst

Nachdem im August bereits die 4. Klasse der Christoph-Schlingensief Förderschule in Oberhausen am LVR-Projekt "Natur trifft Kunst" teilgenommen hatte und im Rahmen eines ForscherCamps einen "Sinnesgarten" an der Schule aufbaute, wurde dieses Camp nun erweitert. Die 5. Klasse erforschte ebenfalls in einer Projektwoche Tiere und Pflanzen auf dem Schulhof und dem Schulumfeld. Gemeinsam mit Detlef Kelbassa und Corinna Kuhn von Kelbassa´s Panoptikum setzten sie ihre Erlebnisse künstlerisch um und gestalteten bunte Sitzhocker, einen Fahnenmast und erweiterten den von den Vorgängern angefangenen Zaun und das "Riechregal". Mit großer Begeisterung waren die Schülerinnen und Schüler dabei. Besondere Highlights der Woche waren (unter anderem) die Regenwürmer auf der Hand, der Ausflug zur benachbarten Zeche Sterkrade, sowie das Bohren von Löchern in das bemalte Holz zur Anbringung der Objekte.

Auch die Klasse EP3 beteiligte sich am weiteren Ausbau des Forscher Camps. An einem einzelnen Projekttag gestalteten die Kinder einen bunten Tausendfüßler aus Holz, der direkt im Camp angebracht wurde.

© BSWR

24.09.2016 neue Veröffentlichung

Sukzession auf Alma 2000-2015

aus der Arbeit der BSWR

Sukzessionsforschung auf Altindustriestandorten im Industriewaldprojekt
Über zwölf Jahre wurde im Rahmen des „Industriewaldprojekts Ruhrgebiet“ die ökologische Entwicklung von sechs ausgewählten Daueruntersuchungsflächen auf Standorten der ehemaligen Bergbau- und Montanindustrie im Ruhrgebiet verfolgt und die Veränderungen in der Bodenökologie, der Wald- und Vegetationsstruktur sowie in Biozönosen ausgewählter Tierartengruppen erfasst.
Von einer Goldrutenflur zu einem zusammengebrochenen Birkenwald - Sukzessionsverlauf auf der Monitoringfläche Alma II innerhalb von 15 Jahren.
Die ökologische Begleitforschung im Projekt „Industriewald Ruhrgebiet“ begann 1995 noch unter dem Namen „Restflächen der Industrienatur“. Erste Untersuchungen erfolgten im Jahr 1997 und wurden bis 2009 weitergeführt, wobei bei der Ausrichtung des Projekts keine zeitliche Beschränkung vorgesehen war. Übergeordnetes Projektziel ist es, auf ausgewählten Industriebrachen den „Charakter und [die] Vielfalt der z.T. seit langem nicht mehr genutzten Flächen zu erhalten und behutsam zu entwickeln“. Durch Zulassen von natürlicher Sukzession und minimalem Einsatz an Planung und Pflege sollte ein neuer Grünflächentypus auf Industriebrachen entstehen.
Bisher wurden die Ergebnisse der einzelnen Arbeitsgruppen (Boden, Waldstruktur, Vegetation und Fauna) nur isoliert voneinander betrachtet. Da bisher keine verknüpfende Analyse der Ergebnisse vorlag, betraute das Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen (MKULNV NRW) gemeinsam mit dem Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV NRW) sowie dem Landesbetrieb Wald und Holz NRW (Regionalforstamt Ruhrgebiet) die Biologische Station Westliches Ruhrgebiet damit, diese Analyse zu erstellen. Die Ergebnisse der Studie wurden jetzt zusammenfassend in Natur in NRW Heft 3/2016 veröffentlicht.

Keil, Peter & Scholz, Tobias (2016): Sukzessionsforschung auf Altindustriestandorten im Industriewaldprojekt. - Natur in NRW 3/2016: 26-30. pdf .....

Sukzession auf Alma 2000, 2003, 2008 und 2016

30.08.2016 Projektwoche "Natur trifft Kunst"

an der LVR Christoph-Schlingensief Förderschule

An einem einwöchigen Forscher-Camp nahm die 4. Klasse der Christoph-Schlingensief Förderschule in Oberhausen im vom LVR geförderten Projekt Natur trifft Kunst teil, das die BSWR gemeinsam mir den Künstlern von Kelbassa´s Panoptikum anbietet. In ihrer Projektwoche erforschten die Kinder Tiere und Pflanzen auf ihrem Schulhof und auch auf der benachbarten Zeche Sterkrade. Besonders wichtig dabei: ein ganzheitliches Erlebnis mit möglichst vielen Sinnen, wie z.B. duftenden Pflanzen, Naturfundstücken in der Tastkiste oder dem Sound einer summenden Biene. Damit sich auf dem schon sehr grünen Schulhof aber bald noch mehr Tiere und Pflanzen Wohlfühlen können, legten die Schülerinnen und Schüler einen "Sinnesgarten" rund um das bereits bestehende Insektenhotel auf ihrem Schulgelände an, in dem sich in nächster Zeit eine Wildblumenwiese entwickeln soll. Zur Abtrennung des Gartens auf dem Gelände bauten die Kinder einen bunt bemalten Zaun mit Eingangstor, geschmückt mit Fundstücken aus der Natur.

In Projektwochen mit weiteren Klassen soll der Garten weiter wachsen und bunter werden.

© BSWR

15.08.2016 Zwei neue Veröffentlichungen

Frischgrünes Zyperngras Cyperus eragrostis

aus der Arbeit der BSWR

Mit zwei Aufsätzen in der aktuellen Ausgabe der Decheniana (Bonn) werden Ergebnisse zur Neophytenforschung und zur Bestandssituation des Feuchtgrünlandes im westlichen Ruhrgebiet veröffentlicht.
Das Frischgrüne Zyperngras (Cyperus eragrostis) zählt noch zu den eher selten Einwanderern, hat aber ein beachtliches Einbürgerungspotential und sollte folgendessen weiterhin beobachtet werden.
Dass die Bestandsituation von Feuchtgrünland im Ruhrgebiet durch Flächenverlust, Entwässerung oder Überdüngung nicht gerade rosig aussieht ist kein Geheimnis. Aktuelle Untersuchungen zeigen aber noch ein erstaunlich vollständiges Arteninventar, welches eine Renaturierung erfolgversprechend macht.

- Gausmann, P.; Kordges, Th.; Loos, G.H.; Büscher, D.; Fuchs, R.; Buch C. & Keil, P. (2016): Vorkommen von Cyperus eragrostis Lam. (Frischgrünes Zypergras, Cyperaceae) im Ruhrgebiet, einer bislang in Deutschland seltenen Adventivart. – Decheniana 169: 35-50.
- Buch, C. & Keil, P. (2016): Bestandssituation von Feuchtwiesen im westlichen Ruhrgebiet. – Decheniana 169: 60-70.

Eine Kopie der Aufsätze ist über die Geschäftsstelle erhältlich.

12.07.2016 Nistkästen für die AllbauZukunfsmaler

Presseinformation: Acht Nistkästen für die ersten AllbauZukunftsmaler

Die Hüttmannschule aus Altendorf war die erste Essener Grundschule, in der die Allbau AG im Rahmen ihrer Aktion AllbauZukunftsmaler gemeinsam mit Kindern der Klasse 3a Bilder zur Stadtentwicklung malte. „Zum Auftakt ging es konkret um den Schulweg der Kleinen. Wie stelle ich mir den schönsten Schulweg vor? Soll dieser sicherer werden? Was fehlt?“, erklärt AllbauSozialmanagerin Annette Giesen. Extra dafür verteilte die Allbau AG in der Klasse eigene Zukunftsmaler-Malblöcke und –Wachsmalstifte und organisierte zusätzlich, dass 10 Tage lang die vier kreativsten Bilder bzw. Ideen auf einer Großflächenplakat in der Nähe der Hüttmannschule zu sehen waren.

Aber nicht nur das: der Wunsch der Drittklässler nach mehr Vogelgezwitscher auf ihrem Schulweg war groß. So setzte sich die Allbau AG mit den Experten der Biologischen Station Westliches Ruhrgebiet (BSWR) in Verbindung. Ihr Ornithologe Tobias Rautenberg regte an, Nistkästen entlang der Schulwege der „Hüttmänner“ aufzuhängen, dadurch fördert man die Vermehrung und damit auch den Gesang von Singvögeln in Altendorf. Tobias Rautenberg besuchte nun die Schüler und informierte sie eine Schulstunde lang über heimische Singvögel, deren Lebensweise und den Nestbau. Anhand eines Plakates mit allen heimischen Singvögeln stellte er fest, welche Vögel die Nachwuchsornithologen bereits kennen oder zumindest schon mal gesehen haben.

Danach ging Tobias Rautenberg mit den Schülern, ihrer Lehrerin Carina Frieg und der Annette Giesen Schulwege bzw. Außenflächen der Allbau AG ab, an denen acht Nistkästen installiert worden waren. Die Nistkästen sind geeignet für Höhlenbrüter, wie beispielsweise Meisen, und für Halbhöhlenbrüter, wie beispielsweise Bachstelze, Hausrotschwanz oder Rotkehlchen, da diese in Altendorf besonders häufig vorkommen. Gerade beim Rundgang hatten die Schüler allerhand Fragen und so erhielten sie Informationen und Ratschläge wie diese: Wenn ein Vogel brütet, muss er in Ruhe gelassen werden. Für das Anbringen von Nistkästen dürfen nur Aluminiumnägel verwendet werden, damit bei einer späteren Holzverarbeitung die Sägeblätter nicht kaputt gehen. Und jeder Nagel darf nur zwei Zentimeter in den Baum gehauen werden, damit dieser noch wachsen kann. „Andernfalls würde der Baum beschädigt“, erklärte Tobias Rautenberg. Damit die Eltern bei ihrer Aufzucht des Nachwuchses vor neugierigen Blicken und forschenden Fingern verborgen bleiben, wurden alle Nistkästen durch die Biologische Station Westliches Ruhrgebiet (BSWR) in einer Höhe von drei bis vier Metern aufgehängt - idealerweise in Richtung Südost. So ist das Einflugloch vor starker Sonneneinstrahlung und frontalen Windböen geschützt. Um zu verhindern, dass es hereinregnet, wird der Nistkasten ein wenig nach vorne geneigt.

Die AllbauZukunftsmaler der Klasse 3a der Hüttmannschule waren am Ende des Rundganges und der tollen Informationen durch die BSWR begeistert und der eine oder andere kündigte an, bereits in den Sommerferien intensiv die mit Hausnummern, Allbau Logo und dem Logo der Hütmmannschule versehenen Nistkästen und deren Treiben zu beobachten. Die Allbau AG und die Biologische Station Westliches Ruhrgebiet hatten einen handfesten Beitrag zum Thema Stadtteilentwicklung geleistet.

Pressekontakt
Dieter Remy
E-Mail: d.remy@allbau.de
Tel.: 0201/2207-307
Fax: 0201/2207-269
www.allbau.de

© BSWR

23.06.2016 Wettbewerb „Erlebter Frühling“

Eifrige Frühlingsforscher*innen ausgezeichnet
Gewinner*innen des bundesweiten Kinderwettbewerbs „Erlebter Frühling“ stehen fest

1.800 Kinder in ganz Deutschland sind dem alljährlichen Aufruf der Naturschutzjugend (NAJU) gefolgt und haben den Frühling vor ihrer Haustür erforscht. Besonderes Augenmerk lag dabei auf den vier Frühlingsboten Stieglitz, Brennnessel, Tagpfauenauge und Grasfrosch.
Immer wieder sind wir begeistert vom Forschergeist und von der Kreativität der teilnehmenden Kinder und Gruppen. Vom akribisch über viele Monate angelegten Forscher*innentagebuch bis zum selbstgeschriebenen und eigens vertonten Schmetterlingssong waren wieder viele Überraschungen dabei“, berichtet Christoph Röttgers, Bundesjugendsprecher der NAJU.

Unter den 110 Einsendungen wurden Preise in den Kategorien Kindergarten, Schule, Kindergruppe und Einzeleinsendungen vergeben.

Platz 2 in der Kategorie Kategorie "Kindergruppe" erreichten die "Die Umweltkenner" der AG der Marienschule aus Oberhausen, eine Gruppe von Linda Trein im Rahmen unserer LVR-Projekte. Im Film „Die Wissenshow für Kids“ der sechs- bis achtjährigen „Umweltkenner“ aus Oberhausen in Nordrhein-Westfalen erfahren die Zuschauer*innen alles Wichtige und Wissenswerte rund um die Brennnessel: warum sie brennt, wie man sie gefahrlos anfassen kann und wie sich sogar Seife aus ihr herstellen lässt.

Die Kinder waren in der Natur unterwegs und haben die Besonderheiten der vier Frühlingsboten mit allen Sinnen erforscht. Das ist wichtig, denn nur was man kennt, kann man auch schützen. Und so werden aus kleinen Frühlingsforscher*innen begeisterte Naturschützer*innen“, so Röttgers weiter. Forscherrucksäcke, Experimentierkästen und viele weitere Preise sind in diesen Tagen per Post unterwegs zu den Gewinnergruppen.





23.06.2016 Wilhelm-Busch Schule

Natur trifft Kunst Lebensraum Baum an der Wilhelm-Busch Schule
Im Projekt "Natur trifft Kunst" erforschten die Schülerinnen und Schüler der Rabenklasse der Wilhelm-Busch Schule an mehreren Terminen den "Lebensraum Baum" im Witthausbusch in Mülheim an der Ruhr. Sie fanden heraus aus welchen Teilen ein Baum aufgebaut ist und welche Funktion diese haben, suchten Tiere an Blättern, Zweigen und Stämmen und sammelten besondere Teile von Bäumen (Zweige, Früchte, Samen, Wurzeln) als ihre "Schätze". Aus diesen Erlebnissen und Fundstücken erschufen die Kinder dann gemeinsam mit Corinna Kuhn und Detlef Kelbassa (Kelbassa´s Panoptikum) ihren "Lebensraum Baum" als buntes Kunstwerk auf dem Schulhof. Dieses Objekt wird die Klasse nun täglich an ihre Ausflüge in den Wald erinnern.

© BSWR

20.06.2016 Landschaftspark Duisburg Nord

Tag der Artenvielfalt im Landschaftspark
Der traditionelle Tag der Artenvielfalt im Rahmen der Duisburger Umwelttage fand am 20.06. im Landschaftspark Duisburg-Nord statt. Sechs siebte- und achte Klassen Duisburger Gesamtschulen und Gymnasien untersuchten an diesem Tag die Artenvielfalt auf dem ehemaligen Hüttengelände. Mittels GPS-Ralley suchten die Schülerinnen und Schüler verschiedene Forscherstationen auf und untersuchten Flora, Fauna und Bodenverhältnisse im Landschaftspark. Wie viele Pflanzenarten wachsen im Landschaftspark? Gibt es Horizonte auch unter der Erde? Warum gibt es so viele Neubürger unter der Pflanzen? Oder was ist eine Fangmaske? Ist nur eine Auswahl an Fragen, die von den Teilnehmern im Laufe des Vormittags erforscht wurden.

© BSWR

18.06.2016 Umweltmarkt in Duisburg

Duisburger Umweltmarkt 2016

Beim Duisburger Umweltmarkt auf der Königstraße war die BSWR am 18.06. mit einem Informationsstand vertreten und beteiligte sich in diesem Rahmen am von der NUA injizierten "Bodenaktionstag". Am Stand der Station konnten Jung und Alt ihr Wissen bei einem Bodenquiz unter Beweis stellen und lebende Blindschleichen in einem Terrarium beobachten und mit viel Mut sogar auf die Hand nehmen.

23.06.2016 Jahresbericht der BSWR für 2015

Der Jahresbericht 2015 ist online abrufbar.
Sie können wählen zwischen Pdfs des Gesamtberichtes geringer und hoher Auflösung. Oder Sie wählen nur die Einzelkapitel, die Sie interessieren.
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Biologische Station Westliches Ruhrgebiet (Hrsg.) (2016): Bericht für das Jahr 2015. – Jahresberichte der Biologischen Station Westliches Ruhrgebiet, Bd. 13: 136 S.

21.05.2016 Multiplikatorenfortbildung

Natur trifft Kunst
Zu dem vom LVR geförderten Projekt fand am 21.05.2016 zum ersten Mal eine Multiplikatorenfortbildung für interessierte Lehrer, Umweltbildner, Erzieher und sonstige Interessierte statt. Den 11 Teilnehmern wurden bei strahlendem Sonnenschein im Witthausbusch in Mülheim an der Ruhr nicht nur die Schwerpunkte und Ziele im Projekt Natur trifft Kunst näher gebracht, sondern allgemein auch die Arbeit der BSWR in der Umweltbildung sowie von Kelbassa´s Panoptikum vorgestellt. Insgesamt gab es bei der bunt gemischten Gruppen einen hilfreichen Erfahrungsaustausch und rege Diskussionen.

© BSWR

05.05.2016 Fair Flair Markt

in Mülheim lockt die Massen
Der Fair Flair Markt in den Ruhranlagen in Mülheim an der Ruhr fand am 05.05. zum zweiten mal statt. Auch die BSWR war auf dem Markt, bei dem unterschiedliche Anbieter gutes und faires aus der Region präsentieren, mit einem Stand vertreten. Hier konnten sich die Besucher über die Arbeit der BSWR informieren und an einem Terrarium echte Blindschleichen bestaunen und auch anfassen. Ein echtes Erlebnis für Groß und Klein! Aufgrund des tollen Frühlingswetters war der Markt sehr gut besucht.

© BSWR

03.05.2016 Ökosystemleistungen in der Stadt

Der dritte „Naturkapital Deutschland –TEEB“-Bericht „Ökosystemleistungen in der Stadt“ ist erschienen.
"Die Stadt der Zukunft muss viele Herausforderungen bewältigen. Stadtnatur ist dabei ein entscheidender Baustein zur Lösung komplexer Probleme. Der dritte Bericht des Projekts "Naturkapital Deutschland - TEEB-DE" widmet sich diesem Thema. Unter dem Titel "Ökosystemleistungen in der Stadt - Gesundheit schützen und Lebensqualität erhöhen" machen die Autorinnen und Autoren die Bandbreite städtischer Ökosystemleistungen sichtbar und veranschaulichen ihre gesellschaftliche Bedeutung. Zudem stellen sie Ansätze vor, wie solche Werte stärker in der Stadtentwicklung berücksichtigt werden können". Der Bericht, an dem über 80 Wissenschaftler/innen und 50 Gutachter/innen mitgewirkt haben, bildet eine Argumentationsgrundlage für den Erhalt von urbanen Freiflächen und städtischem Grün und gibt Anregungen zur Initiierung von Projekten.
Die BSWR beteiligte sich an der Erstellung des Kap. 6 "Naturerleben, Naturerfahrung und Umweltbildung in der Stadt."

Knapp, S.; Keil, A.; Keil, P.; Reidl, K.; Rink, D.; Schemel, H.-J. (2016) Naturerleben, Naturerfahrung und Umweltbildung in der Stadt. In: Kowarik, I.; Bartz, R.; Brenck, M. (Eds.) Naturkapital Deutschland – TEEB DE: Ökosystemleistungen in der Stadt – Gesundheit schützen und Lebensqualität erhöhen, TU Berlin, Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung – UFZ. Berlin, Leipzig. S. 146 – 169.

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10.03.2016 Abfalllernpfad in Duisburg

Abfallernpfad in Duisburg

Eine neue Online-Publikation zum Abfalllernpfad in Duisburg ist abrufbereit.
Die Wirtschaftsbetriebe Duisburg-AöR (WBD) möchte mit dem „Abfalllernpfad“ als „Außerschulischen Lernstandort“ ihr Engagement im Bereich Öffentlichkeitsarbeit um das Angebot Umweltbildung mit dem Themenschwerpunkt Abfall erweitern. Der Abfallparcours auf dem Gelände des Recyclinghofs Nord ist für Besuchergruppen ab Klassenstufe 3 konzipiert. Die Angebote können grundsätzlich auch von anderen interessierten Gruppen genutzt werden. Thematisch stehen Aufgaben und Anlagen der Abfallwirtschaft im Mittelpunkt. Anschaulich werden die Prinzipien eines ökologisch nachhaltigen Stoffmanagements als Basis moderner Kreislaufwirtschaft vermittelt. Ziel ist es, nachhaltiges Interesse am Thema Abfall zu wecken, Fachkenntnisse altersgerecht zu vermitteln und zu umweltverträglichem Handeln zu motivieren. Die Dauer einer Exkursion beträgt drei Stunden, in der Regel bereiten sich Schulklassen auf den Besuch vor und vertiefen im Anschluss einzelne Aspekte in der schulischen Nachbereitung.
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Letzte Änderung am Montag, 6. Februar 2017 um 08:35:27 Uhr.