11 Der Adlerfarn (Pteridium aquilinum)

Verbreitung
Außer in Polarländern und extrem trockenen Erdregionen ist der Adlerfarn überall verbreitet

Standort
Meist ist der Adlerfarn an Waldrändern oder lichten Stellen zu finden, da eher einen gewissen Lichtanteil benötigt, um sich entwickeln und wachsen zu können.

Biologie
Die Krautschicht unter den Rot-Eichen bildet im Sommer überwiegend der bis zu 3 m hohe Adlerfarn. Diese Farnpflanze hat ausgeprägte unterirdische Erdsprossen (Rhizomen), die parallel zur Erdoberfläche kriechen. An deren Knoten bilden sich über ungeschlechtliche Vermehrung neue oberirdische Sprosse. Selten findet eine geschlechtliche Vermehrung über Sporen statt.

Wissenswertes
Seinen Namen erhielt der Adlerfarn aufgrund der Tatsache, dass man im Querschnitt einen Adler erkennt, wenn man im untersten Stängelbereich mit einem scharfen Messer den Blattwedel abschneidet.

Durch den stängelartigen Hauptwedel und die außerordentliche Wüchsigkeit unterscheidet sich der Adlerfarn von den anderen Farnarten deutlich. Er wächst immer in größeren bis massenhaften, manchmal undurchdringlich erscheinenden Beständen. In den letzten Jahrzehnten hat er sich immer weiter ausgebreitet, da ihm der kalkarme, saure Boden in Verbindung mit einer starken Nährstoffanreicherung durch die Luft sehr gelegen kommt.

Bei Forstleuten ist er nicht sehr beliebt, da er dichte, hohe Bestände bildet, die durch Beschattung andere Pflanzen in Bedrängnis bringen. Durch die Erdsprosse, eine intensive Durchwurzelung des Bodens, die Wuchshöhe und -dichte sowie die im Herbst vertrocknenden, sich übereinander legenden Wedel verhindert der Adlerfarn das Aufkommen von Konkurrenten der Krautschicht.

Alle Pflanzenteile des Adlerfarns sind giftig, weshalb er für Mensch und Tier nicht zum Verzehr geeignet ist N. Für Tiere ist er, durch seinen stellenweise dichten Bewuchs, lediglich als Versteck interessant.

Nicht zu verwechseln ist der Adlerfarn mit den ebenfalls hier vorkommenden Dornfarn, Wurmfarn, Frauenfarn, Rippenfarn und dem bemerkenswerten Königsfarn

Der Königsfarn gehört zu den größten heimischen Farnarten und hat aufgrund der königlichen Erscheinung seinen Namen erhalten. Ausgewachsen kann er eine Höhe von 1,80 bis 2 Meter erreichen. Er bevorzugt nährstoffreiche, feuchte, halbschattige Standorte. (http://www.baumschule-horstmann.de/shop/exec/product/694/10731/Koenigsfarn.html). Durch zunehmende Entwässerung von feuchten Gebieten ist der Königsfarn immer seltener zu finden und ist in der Roten Liste als gefährdet gelistet. http://www.luwg.rlp.de/Aufgaben/Naturschutz/binarywriterservlet?imgUid=f1d405ce-9949-a631-eeb7-0bd3defa5a20&uBasVariant=11111111-1111-1111-1111-111111111111

Der Rippenfarn ist vor allem an Ufern, in Moorbeeten oder bodensauren Nadelwäldern heimisch. Ausgewachsen erreicht er eine Höhe von 40 cm. Er bevorzugt halbschattige bis schattige Standorte mit feuchten Böden. Auch der Rippenfarn gilt im niederrheinischen Tiefland als gefährdet.

Der Dornfarn ist ebenfalls in feuchten, halbschattigen bis schattigen Gebieten zu finden. Seinen Namen hat er aufgrund der Spitzen an seinen Blättern erhalten, die eine dornähnliche Form aufweisen.

Letzte Änderung am Montag, 24. September 2018 um 17:51:10 Uhr.

seit dem 25.11.2015

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