13 Der Faulbaum (Rhamnus frangula)


max. Alter:

max. Höhe:
6 Meter

Verbreitung
Der Faulbaum ist in Europa fast überall verbreitet.

Standort
Der Faulbaum wächst auf sauren, mageren, häufig feuchten und moorigen Böden und ist wenig bekannt, obwohl er in diesen Gebieten recht häufig auftritt.

Biologie
Der, auch Pulverholz genannte, Strauch rechts vor dieser Eiche wird lässt sich leicht an seinen dunklen Trieben mit länglichen hellen Korkwarzen erkennen. Die Blätter sind ganzrandigen zeigen auf der Unterseite erhabene Blattnerven. Die Blüten sind unscheinbar, jedoch reich an Nektar und locken Honigbienen scharenweise an. Die Früchte färben sich während der Reifung von grün über rot zu schwarz und werden gerne von Vögeln verzehrt.

Verwendung
Forstwirtschaftlich spielt der Strauch keine Rolle, ist aber auf moorigen Böden ein bedeutender Pionierbesiedler, der bisweilen große Bestände bilden kann. Im Hiesfelder Wald kommt er einzeln oder in kleinen Gruppen vor allem an Waldwegen und Waldrändern vor. Das Holz des Faulbaumes liefert die beste Holzkohle (Taschenlexikon der Pflanzen). Außerdem wird sein Holz zur Herstellung von Drechslerarbeiten, Schuhstiften, Holznägeln, Zapfen und Hähnen. Des Weiteren liefern die Samen ein gutes Brennöl (http://www.bsh-natur.de/uploads/%C3%96koportr%C3%A4ts/013%20-%20Der%20Faulbaum.pdf).

Wissenswertes
Der Name Faulbaum erklärt sich von selbst, wenn man mit dem Fingernagel an der Rinde kratzt und den fauligen Geruch wahrnimmt. Pulverholz heißt er auch, weil er früher bei der Herstellung von Schießpulver eine Rolle spielte.

Die Rinde und die Samen in den Früchten des Faulbaums enthalten Anthraglykoside mit stark abführender Wirkung. Ein Verzehr der Früchte kann daher drastische Durchfälle zur Folge haben N. In geringen Mengen wird die Rinde seit dem 17. Jahrhundert als Abführmittel genutzt.

Letzte Änderung am Dienstag, 29. Mai 2018 um 10:20:19 Uhr.

seit dem 25.11.2015

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