16 Das Buchenstangenholz


Dieses 3000 m2; große Buchenstangenholz-Areal wurde 1982 mit 4 Jahre alten, 1,20 m hohen Buchen gepflanzt. Ursprünglich wuchsen hier 31-jährige Rot-Eichen, die 1981 für eine Bohrstelle der Ruhrkohle entfernt wurden. Die 3000 Pflanzen wurden durch Forstwirte, bei einem Reihenabstand von 1,50 m, alle 70 cm mit einem Spaten in den Boden gesetzt. Das zeitgleich gebaute Gatter gegen den Verbiss durch Rehe wurde bereits 1989 abgebaut, nachdem die Kultur in eine Dickung (Zweige wachsen ineinander) übergegangen war.

Die Bäume wurden so dicht gepflanzt, damit sie nicht „apfelbaumartig" wachsen. Durch ihr Streben nach Licht, wird das Streckenwachstum beschleunigt und der Stamm wird gerade. Dabei verlieren sehr viele den Konkurrenzkampf. Nur die stärksten von ihnen wachsen in die Stangenholzphase ein, sobald die ersten unteren Äste mangels Licht absterben. Bis dahin wurde dieses Waldgebiet nicht bewirtschaftet.

Erst 2003 wurden einzelne Schlechtwüchsige (Protzen, Zwiesel, Triesel, Krumme) entfernt und als Kaminholz vermarktet. Zu einer stärkeren Nutzung wird es erst in einigen Jahren kommen, wenn sich 5-6 m lange, astreine Stämme gebildet haben. Jetzt wachsen hier bereits jedes Jahr 2 m3 Holz zu.

Die starke Beschattung in den Buchenbeständen verhindert einen ausgeprägten Bodenbewuchs, so dass dieser Bestand noch wenig Nahrung und Deckung für das heimische Wild bietet. Das wird sich erst ändern, wenn, etwa im Alter von 50 Jahren, das Kronendach des Bestandes durch den Förster so aufgerissen wird, dass Licht auf den Boden gelangen kann.

Letzte Änderung am Dienstag, 29. Mai 2018 um 10:20:22 Uhr.

seit dem 25.11.2015

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