22 Die Esskastanie (Castanea sativa)


max. Alter: 500 Jahre

max. Höhe: 30 Meter

Verbreitung
Dieser, auch Edelkastanie oder Marone genannte, Baum ist von den Römern aus Südeuropa und Kleinasien zu uns gebracht worden, da sie die Schößlinge bereits in ihrer Heimat als Stützen der Weinstöcke benötigten.

Standort
Die Esskastanie gedeiht am besten in lichteren Buchen-Wäldern auf basenreichem, aber kalkarmem Boden.

Biologie
Die ca. 20 cm langen Blätter sind spitz gezähnt. Zwei bis drei ledrig glänzende Kastanien sind von einem stacheligen bis faustgroßen Fruchtbecher umgeben, der sich bei der Reife mit vier Klappen öffnet. Eine Verbreitung der Samen (bzw. Früchte) erfolgt hauptsächlich über Tiere. Die stachelige Hülle dient zum einen zum Schutz vor Fraß und zum anderen zur Verbreitung über die Festklettung an Tieren (Klettausbreitung). Entscheidend ist jedoch die Speicherausbreitung, da Esskastanien gerne von Nagetieren oder Vögeln in Vorratslager gebracht werden. Auch Reh-, Rot- und Schwarzwild nehmen ab Oktober gern bei Nacht die abfallenden Früchte auf.

Verwendung
Nach kräftigem Rückschnitt werden gerade Äste gebildet, die als Rebpfähle Verwendung finden oder zu Fassdauben verarbeitet wurden. Das Holz ist sehr fest, wird aber auf Grund des starken Dreh- und Krummwuchses selten geerntet.

Esskastanien sind sehr schmackhaft. Sie enthalten 39% Wasser, 43% Stärke und 2,5% Fett. Sie schmecken gekocht, geröstet, aber auch roh mehlig süß und stellten früher – vor dem Anbau der Kartoffel – im Mittelmeerraum ein wichtiges Grundnahrungsmittel dar.

Wissenswertes
„Castanea" ist der klassische Name der Kastanie, nach dem Ort Kastana im alten Thessalien, wo die Kastanie sehr verbreitet war.

Letzte Änderung am Dienstag, 10. Juli 2018 um 11:58:54 Uhr.

seit dem 25.11.2015

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