24 Der Schwarze Holunder (Sambucus nigra)


max. Höhe: 10 Meter

Verbreitung
Der Schwarze Holunder ist in ganz Europa, außer im äußersten Norden, verbreitet.

Standort
Der Schwarze Holunder ist eine der häufigsten Gehölzarten und kommt an nährstoffreichen Standorten (er ist Nährstoff- und insbesondere Stickstoffzeiger) in großer Zahl vor. In bewaldeten Bereichen finden sich massenhafte Holunderbestände vor allem in Pappelforsten, die stark nährstoffreiches Laub aufweisen und ihre Bestände damit im Prinzip selbst „düngen".

Biologie
Der schwarze Holunder blüht im Juni und trägt seine Früchte im August bis September. Die weißen Blüten entwickeln sich zu schwarzen Früchten. Die Vögel fressen die Früchte und breiten den unverdaulichen Samen beim Koten aus (Verdauungsausbreitung).

Verwendung
Die ausgesprochen vitaminreichen Früchte sind gut geeignet für die Produktion von Saft, Gelee und einer Vielzahl weiterer Produkte sind. Auch die Blüten können zur Produktion von Sirup genutzt werden. Roh sind jedoch alle Pflanzenteile mehr oder weniger giftig (Inhaltsstoff Sambunigrin, abgeleitet vom wissenschaftlichen Artnamen).

Neben der kulinarischen Nutzung wird – oder vielmehr wurde – der Schwarze Holunder seit langer Zeit als Kultpflanze verwendet, die ihren Niederschlag in vielen Bereichen der Sagen- und Märchenwelt gefunden hat (z. B. gibt es eine Wechselbeziehung zwischen „Frau Holle", der germanischen Göttin Holla und dem Holunder, der in einigen Landstrichen auch „Hollunder" und „Holler" heißt). Auch als Heilpflanze dient er vor allem als schweißtreibendes Mittel gegen Erkältungskrankheiten.

Wissenswertes
Der kleine bis mittelhohe Strauch links vor dieser Stiel-Eiche wird trotz seines unangenehmen Geruches von Vögeln sehr geschätzt und auch vom Menschen genutzt.

Die Unterscheidung zum Trauben-Holunder (Roter Holunder) ist außer mit den namengebenden Früchten auch über das weiße Mark möglich, das beim Trauben-Holunder rotbraun ist.

Charakteristisch sind sein bogenartiger Wuchs, die von Korkwarzen dicht überzogenen Zweige, die unpaarig gefiederten, gesägten Blätter sowie die flachen, weißen, doldenähnlichen Blütenstände.

Letzte Änderung am Montag, 24. September 2018 um 17:51:19 Uhr.

seit dem 25.11.2015

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