3 Die Wald-Kiefer (Pinus sylvestris)


Baum des Jahres 2007

max. Alter 600 Jahre

Ursprungsjahr dieses Baums 1882

max. Höhe
40 Meter

Verbreitung
Die Wald-Kiefer ist in Mitteleuropa bis zu einer Höhe von 1500 Metern weit verbreitet.

Standort
Sie ist sehr genügsam und gedeiht auch auf nährstoffarmen, trockenen Sandböden. Ihre bis zu 5 m lange Pfahlwurzel dient zum einen der Verankerung im Boden und ist zum anderen als Anpassung an die Nährsalzarmut des Bodens zu verstehen. Obwohl sie 40 m hoch werden kann, wächst jährlich nicht so viel Holz dazu wie bei anderen Nadelholzarten.

Biologie

Die Nadeln sind bei der Wald-Kiefer zu zweit angeordnet und ca. 5 cm lang. Dadurch kann man sie unterscheiden von der Schwarz-Kiefer (2 Nadeln, 12 cm), der Weymouths-Kiefer (5 Nadeln, 9 cm) und der Gelb-Kiefer (3 Nadeln, 18 cm). Typisch für die Wald-Kiefer ist die sich abschälende Borke im oberen Teil des Baumes. Dies ist ein normales Phänomen und nicht etwa ein Krankheitszeichen.

Die heute forstwirtschaftlich gefährdeten, prinzipiell sehr geradewüchsigen Kiefern (abgesehen von durch Luftverunreinigungen verursachtem Krummwuchs im Kronenbereich) haben allerdings wahrscheinlich nicht mehr viel gemein mit den ursprünglich vorkommenden, niedrig- und krummwüchsigen Typen.

Die weiblichen Blüten weisen eine rötliche Färbung auf und befinden sich an der Spitze der Kurztriebe, aus Ihnen bilden sich später die Zapfen.

Verwendung

Die Verwendung des Holzes reicht vom Bauholz über Möbel bis hin zu dekorativen Treppen, Fenstern und Türen.

Auch in der Heilkunde ist die Wald-Kiefer zu finden. Ihre Knospen sind reich an ätherischen Ölen und Vitamin C. Ein Aufguss der Knospen kann bei Atembeschwerden, bei leichten Schmerzen und bei Blasenentzündungen zur Linderung führen

Wissenswertes
Lateinisch „Pinus“ = Kiefer und „sylvestris“ von Wald. Der Name Wald-Kiefer stammt von Kien, d. h. harzreiches Holz.

Neben der Birke wuchs auch die Wald-Kiefer als frostharte Pionierpflanze nach der Eiszeit. Nach dem Übergang von der Eiszeit zur Warmzeit kehrte die Rot-Buche aus ihren Überlebensgebieten zu uns zurück und verdrängte die Wald-Kiefer so stark, dass diese vollständig verschwand. Die Forstwirtschaft brachte die Wald-Kiefer in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts zurück, weil sie der geeignete Forstbaum für die Sandgebiete im Ruhrgebiet war und ihr Holz gut zu Grubenholz verarbeitet werden konnte.

Letzte Änderung am Dienstag, 29. Mai 2018 um 10:20:10 Uhr.

seit dem 25.11.2015

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