30 Die Fichte (Picea abies)


max. Alter: 600 Jahre

Ursprungsjahr dieses Baums:
1964

max. Höhe: 70 Meter (höchster heimischer Baum)

Verbreitung
Die Fichte ist von Skandinavien bis zum Balkan verbreitet. Im Mittelgebirge kommt sie natürlich erst ab 800 Metern vor, ist aber durch forstwirtschaftlichen Anbau weit verbreitet. (http://www.baumkunde.de/Picea_abies/)

Standort
Fichten wachsen besonders gut auf frischen lockerene Lehm- und Tonböden in feuchten und kalten Klimalagen (Taschenlexikon der Pflanzen).

Biologie
Der klassische Weihnachtsbaum ist sicherlich der bekannteste Baum in unseren Wäldern, wenn auch oft als Tanne verwechselt. Im Gegensatz zu dieser hat er Nadeln spiralig rund um den Trieb sowie hängende Zapfen (Tannen stehende). Der spitze Gipfel wird auch im hohen Alter noch gebildet. Zum Schutz gegen Schneebruch lässt die Fichte im Gebirge teilweise die Zweige herabhängen (Lamettafichte). Die männlichen Blüten erzeugen in den Samenjahren (alle 3-8 Jahre) gelben Blütenstaub in enormen Mengen, den so genannten „Schwefelregen“.

Verwendung
Diese Baumart wird gerne als „Brotbaum“ bezeichnet, da sie dem Waldbesitzer hohe Erträge und stetige Gewinne bietet. Das weißliche Holz ohne Farbkern wird als Bauholz, Möbel, Sperrholz und für viele weitere Verwendungen geerntet. Daher wuchs ihr Anteil in NRW auf über 40 % an.

Wissenswertes
Als Baum der Mittelgebirge wurde sie auch in vielen Bereichen angepflanzt, die ihr von Natur aus nicht gelegen sind. So mag sie mit ihren Flachwurzeln keine nassen Böden wie z. B. hier im Hiesfelder Wald und fällt vorzeitig um. Dazu ist die starke Bodenversauerung durch die Nadeln ein weiterer Grund hier im Naturschutzgebiet, sie insbesondere aus den Bachbereichen wegzudrängen. Der Fichtenanteil in diesem Revier beträgt nur noch 1,9 %, wird aber weiterhin sinken.

Letzte Änderung am Montag, 24. September 2018 um 17:51:24 Uhr.

seit dem 25.11.2015

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