35 Die Eibe (Taxus baccata)


Baum des Jahres: 1994

max. Alter:
3000 Jahre (in Schottland geschätzte Eibe)

max. Höhe: 20 Meter

Verbreitung
Früher war die Eibe in ganz Europa weit verbreitet, bevor sie aufgrund ihres Holzes fast gänzlich ausgerottet wurde. (http://www.botanikus.de/Botanik3/Ordnung/Eibe/eibe.html) Die heute wild auftretenden Eiben gehen bei uns durchgehend auf Verwilderungen zurück. Die Stammpflanzen sind in Gärten, Parks und auf Friedhöfen angepflanzt worden.

Standort
Der kleine Nadelbaum vor dieser Weiß-Birke ist eine junge Eibe, die von allen heimischen Nadelbäumen den geringsten Lichtbedarf hat. Sie wächst auch im dunkelsten Unterstand noch. Ihr Wachstum ist äußerst gering, kann jedoch mehrere Jahrhunderte anhalten.

Biologie
Kennzeichen der Eibe sind die breiten, weichen, dunkelgrün gefärbten Nadeln, die roten, fleischigen Samenmäntel an der Frucht sowie die noch grüne Rinde der zweijährigen Triebe.

Verwendung
Das Holz wurde gerne für die Herstellung von Bogen und Armbrust genutzt. Heute dient das Holz vereinzelt Bildhauern als Rohmaterial. Durch die hohe Giftigkeit der Eibe wurden Teile der Pflanze als Pfeilgift verwendet (Taschenlexikon der Pflanzen).

Wissenswertes
Da die Eibe keine Harzgänge besitzt fehlt der, ansonsten für Nadelhölzer typische, Harzgeruch

Die Eibe ist die einzige lebensgefährlich giftige einheimische Baumart Mitteleuropas! Nadeln, Triebe, Wurzeln, Rinde und Früchte enthalten das hochgiftige Taxin, das schon oft Pferden oder Rindern das Leben gekostet hat N. Für die Rehe ist sie ein Leckerbissen, bei ihnen treten keine Vergiftungserscheinungen auf. Leider wurde der Baum einerseits deswegen vielfach gefällt, vor allem aber, weil das harte und schöne Holz des Baumes sehr begehrt war.

Letzte Änderung am Montag, 24. September 2018 um 17:51:27 Uhr.

seit dem 25.11.2015

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