4 Die Zitter-Pappel (Populus tremula)


max. Alter: 100 Jahre

max. Höhe:
20 Meter, selten bis 35 Meter

Verbreitung
Die Aspe ist in ganz Mitteleuropa von der Ebene bis in die Alpen in 1800 Meter Höhe verbreitet.

Standort
Die Aspe ist eine Lichtbaumart und ist somit an Wegrändern oder in lichten Wäldern zu finden. Am Besten wächst sie auf lockeren sandigen nährstoffreichen Böden.

Biologie
Als zweihäusiger Baum besitzt die Aspe männliche und weibliche Blüten auf jeweils unterschiedlichen Exemplaren. Auffällig sind die Blütenstände: Lange, dicke, graubraune, zottige Kätzchen, wobei besonders die bis 10 cm langen männlichen Kätzchen sehr auffallen, die allerdings nach der Blüte schnell herunterfallen. Aus den weiblichen Kätzchen entwickeln sich Fruchtstände mit Kapseln, in denen sich winzige Samen mit weißen, federartigen Flughaaren entwickeln, die in watteartigen Flocken durch den Wind ausgebreitet werden.

Charakteristisch ist die Form der Blätter, die an ausgewachsenen Trieben rundlich sind, mit einer unregelmäßigen, stumpfen Zähnung, dabei praktisch unbehaart und oberseits etwas glänzend. Die Blätter der Jungpflanzen und –triebe erscheinen hingegen wie von einer anderen Art, sie sind länglich, weniger unregelmäßig gezähnt und vor allem stark behaart. Die Spitzen und Blätter der jungen Austriebe sind anfangs kupferfarben bis bräunlich rot gefärbt. Im Herbst fallen Aspen durch die goldgelbe Verfärbung des Laubes auf.
Markant sind auch die rautenförmigen Korkwülste, die sich auf der anfangs glatten Rinde entwickeln. Kaum eine Baumart hat so starken Neuausschlag aus den Wurzeln.

Verwendung
Die Aspe besitzt das weißeste Holz aller Pappeln, das vorwiegend für Spezialverwendungen wie Schuhindustrie oder Prothesenbau verwandt wird. Allerdings werden auch Papier, Sperrholzplatten und Zündhölzer aus dem Aspenholz hergestellt.

Auch in der Naturheilkunde findet die Aspe Anwendung. Ihre Rinde enthält Verbindungen der Salicylsäure, welche entzündungshemmend, schmerzlindernd und fiebersenkend wirken. (http://www.wald.de/die-zitterpappel-populus-tremula-l/)

Wissenswertes
„Populus" ist der lateinische Name der Pflanze, „tremula" = zittern. Wegen ihrer im Wind raschelnden Blätter wird sie Zitter-Pappel genannt („Zittern wie Espenlaub").

Letzte Änderung am Dienstag, 10. Juli 2018 um 11:58:39 Uhr.

seit dem 25.11.2015

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