5 Der Trauben-Holunder (Sambucus racemosa)


Vor der Stiel-Eiche wächst ein Trauben-Holunder.

„Sambucus“ der Holunder und „racemosa“ steht für Traube.

max. Höhe:
4 Meter

Verbreitung
Im Gegensatz zum allgegenwärtigen Schwarzen Holunder ist der Trauben-Holunder schwerpunktmäßig eine Pflanze des Berglandes. Genau wie andere Arten des Bergischen Landes und des Sauerlandes hat sie ein nach Norden vorgeschobenes Außenpostenvorkommen im Bereich des Hiesfelder Waldes. Andererseits hat sich gerade der Trauben-Holunder in den letzen Jahren in den waldreichen Gebieten des Tieflandes ausgebreitet und ist hier heute an vielen Stellen anzutreffen (Broschüre Naturrundweg Hiesfelder Wald).

Standort
Dieser Strauch fühlt sich auf stickstoffreichen Böden in nicht zu schattigen Wäldern und an Waldrändern wohl.

Biologie
Die Blüte wird durch Insekten bestäubt und die Früchte werden durch Vögel ausgebreitet. Die bleich-gelben Blüten, die in 5-10 cm langen traubenartigen Rispen wachsen – von ihnen hat dieser Holunder seinen Namen –, entwickeln sich zu korallenroten Früchten, die ausgesprochen vitaminreich sind. Die Blühzeit beträgt April bis Mai.

Verwendung
Die Früchte können zu Gelee oder Saft verarbeitet werden. Genau wie beim Schwarzen Holunder (s. Baumsch. Nr. 24) sollten die Früchte jedoch nicht roh verzehrt werden, weil die Inhaltsstoffe der leicht giftigen Samen schnell Brechdurchfall verursachen.

Wissenswertes
Mythologisch wurde der Holunder mit der Sonne, der Fruchtbarkeit und der Wiedergeburt in Verbindungen gebracht. Er unterscheidet sich vom Schwarzen Holunder – außer durch die Früchte – auch über das rotbraune Mark, welches beim Schwarzen Holunder weiß ist.

Letzte Änderung am Dienstag, 29. Mai 2018 um 10:20:12 Uhr.

seit dem 25.11.2015

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