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Gemeine Heidelibelle (Sympetrum vulgatum)

Gemeine Heidelibelle (Sympetrum vulgatum)

Die Gemeine Heidelibelle ist in ganz Europa verbreitet und auch in unserer Umgebung anzutreffen. Insgesamt wurde sie in den Jahren 2003-2006 bei uns etwa 30-mal nachgewiesen.

Sie gehört zu der Familie der Segellibellen und fällt unter die Unterordnung der Großlibellen. Mit einer Flügelspannweite von 5,5-6,5 cm ist sie jedoch eine verhältnismäßig kleine Art der Großlibellen. Ihr bevorzugter Lebensraum sind stehende Gewässer mit üppiger Randvegetation. Optimale Bedingungen findet sie dabei vor allem an Röhricht- und Seggenbeständen. Bedingt durch ihren großen Toleranzbereich weist sie jedoch ein großes Habitatspektrum auf und so reicht ihr Lebensraumspektrum von Weihern und Tümpeln über Kiesgruben bis hin zu Gartenteichen.

Aufgrund der roten Färbung des Hinterleibes stechen Heidelibellen schnell ins Auge. Für eine genaue Bestimmung der Art muss jedoch auf charakteristische Einzelheiten geachtet werden. Zu nennen für die Gemeine Heidelibelle sind die gelbbraun, schwarz längstgestreiften Beine und der durchgehend braun gefärbte Thorax. Weiteres Charakteristikum ist die Augenbinde, die bei der Gemeinen Heidelibelle als Querstreifen zwischen den Augen und weiter am Augenrand abwärts verläuft. Zudem ist das hintere Drittel des Hinterleibes der vulgatum-Männchen verbreitert. Die jungen Weibchen der Gemeinen Heidelibelle sind wie alle Sympetrum-Arten gelblich gefärbt, mit der Zeit werden sie jedoch bräunlich. Bedingt durch den relativ großen Toleranzbereich in Bezug auf die Temperatur ist die Gemeine Heidelibelle auch an sonnigen Tagen im Spätherbst noch anzutreffen. Insgesamt dauert die Flugzeit der Gemeinen Heidelibelle von Juli bis November. Wie die meisten anderen Heidelibellen, jagt auch die Gemeine Heidelibelle von einer Ansitzwarte. Dieses Verhalten gewährt dem Beobachter eine gute Möglichkeit sich die Heidelibellen genauer zu betrachten und zu differenzieren. Häufig zu beobachten bei den Heidelibellen ist zudem die Eiablage in Tandemstellung. (Elisa Michel & Martin Schlüpmann)

Letzte Änderung am Freitag, 6. September 2019 um 13:42:26 Uhr.

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