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Glänzende Binsenjungfer (Lestes dryas)

Glänzende Binsenjungfer (Lestes dryas)

Lestes dryas

Glänzende Binsenjungfer

Die Glänzende Binsenjungfer ist eine in nahezu ganz Europa heimische Lestes-Art. Das Hauptverbreitungsgebiet erstreckt sich dabei insbesondere auf die kontinentalen und subkontinentalen Bereiche, wobei sie stellenweise auch an Küstengebieten gesichtet wurde. In Deutschland ist das Vorkommen nur sehr gering und auch im westlichen Ruhrgebiet kann man sie nur sehr vereinzelnd und in zumeist geringer Abundanz beobachten. Typische Lebensräume sind dabei vor allem stehende Gewässer mit großen Binsen- und Seggenbeständen. Bevorzugt anzutreffen ist sie zudem an wechselfeuchten Standorten in Waldnähe. Optimale Bedingungen findet sie daher insbesondere in Auen vor. Ähnlich wie die Blutrote Heidelibelle ist auch die Glänzende Binsenjungfer eine Charakterart der Überschwemmungsgebiete.

Das Aussehen als auch das Verhalten ähnelt dabei sehr dem der Gemeinen Binsenjungfer, wobei beide Arten durch ihren kupferfarbigen Thorax und ihre hellblauen Facetten auf dem Abdomen bestechen. Im Gegensatz zu den Männchen der Gemeinen Binsenjungfer ist bei den Männchen der Glänzenden Binsenjungfer jedoch nur der vordere Bereich des zweiten Hinterleibssegments blau bereift. Ein weiters Charakteristikum sind die löffelartig verbreiteten Hinterleibsanhänge. Die Weibchen sind indes nur sehr schwer zu differenzieren. So ist der Legeapparat der Glänzenden Binsenjungfer deutlich größer und überragt im Gegensatz zu dem der Gemeinen Binsenjungfer das zehnte Hinterleibssegment. Wie die meisten Binsenjungfern legen auch die Glänzenden Binsenjungfern ihre Eier meist in Tandemstellung ab. Die Entwicklung zum Imago kann sich je nach Temperatur über bis zu drei Jahre erstrecken. Bei guter Witterung kann man bei dieser Art häufig ein so genantes Massenschlüpfen beobachten, wobei mehrere Generationen gleichzeitig schlüpfen können. Hierdurch kann es bei dieser Art zu sehr großen jährlichen Verschiebungen in der Populationsdichte kommen. Die Hauptflugzeit erstreckt sich dabei von Juni bis August. Bei guter Witterung kann man sie vereinzelnd jedoch auch schon im Mai fliegen sehen. (Elisa Michel)

Letzte Änderung am Mittwoch, 6. November 2019 um 14:14:00 Uhr.

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