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Große Pechlibelle (Ischnura elegans)

Große Pechlibelle (Ischnura elegans)

Ischnura elegans

Gemeine Pechlibelle

Die Große Pechlibelle ist in nahezu ganz Europa verbreitet und kommt auch in unserer Region sehr häufig vor. In dem Zeitraum von 2003-2006 gelangen in den Städten Mülheim, Oberhausen und Duisburg knapp 250 Nachweise, wovon 50 als bodenständig angesehen wurden. Damit ist sie im westlichen Ruhrgebiet die am häufigsten anzutreffende Libellenart.

Sie gehört zu Familie der Schlanklibellen und ist mit einer Flügelspannweite von 3,5-4 cm ein typisches Exemplar der Kleinlibellen. Zu finden ist sie in stehenden und langsam fließenden Gewässern, wo sie von Mai bis September zu beobachten ist. Als Wärmeliebende Art bevorzugt sie vor allem sonnenreiche, nicht zu stark verkrautete Uferpartien. Normalerweise ist diese Art schwarz-blau gefärbt, die Variationsbreite dieser Art ist jedoch sehr groß. Ein typisches Erkennungsmerkmal ist jedoch die blaue Färbung am achten Hinterleibsring. Das Foto zeigt ein typisches Männchen. Diese haben meist einen blauen Thorax, ihr Brustsegment kann jedoch auch andere Farbvariationen aufweisen. Weibchen sind häufig etwas unscheinbarerer. Zu beobachten ist die Große Pechlibelle vor allem in der Nähe des Wasserspiegels in der Ufervegetation. Die Eiablage erfolgt ohne Begleitung des Männchens, wobei das Weibchen die Eier in Pflanzen einsticht. Nach dem Schlüpfen der Larven halten sich diese in der Vegetation ihrer Wohngewässer auf. Sie entwickeln sich sehr schnell, sodass in warmen Gebieten 2 bis 3 Generationen pro Jahr auftreten können. Bei genauer Beobachtung findet man häufig in der unmittelbaren Nähe des Gewässers auch Larvenhäute, sogenannte Exuvien wieder. Solche Nachweise sind eindeutige Belege für eine Bodenständigkeit. (Elisa Michel & Martin Schlüpmann)

Letzte Änderung am Donnerstag, 11. April 2019 um 15:56:23 Uhr.

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