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Spitzenfleck (Libellula fulva)

Spitzenfleck (Libellula fulva)

Libellula fulva

Spitzenfleck

Der Spitzenfleck ist eine ausgesprochen seltene Segellibelle und gilt als stark gefährdet. Bis 1990 lagen aus NRW nur einzelne Nachweise vom linken Niederrhein und der Senne vor. Bei uns in der Region gelangen bislang nur zwei Nachweise in der Ruhraue. Den ersten Nachweis erbrachte Eb. Schmidt vor einigen Jahren in der benachbarten Mülheimer Ruhraue. Am 27.06.2003 konnten dann 2 Männchen und ein Weibchen an einem Altwasser in der Duisburger Ruhraue beobachtet. Die Männchen patrouillierten ausgiebig entlang des Ufers, nutzen Röhrichtpflanzen als Ansitzwarte und es kam während der Beobachtung einmal kurz zu einer Paarung.

Ein Grund für diese Seltenheit könnte dabei in den hohen Ansprüchen bezüglich der Standortfaktoren liegen. So benötigt diese Art saubere, sauerstoffreiche Gewässer mit einem umfangreichen Röhrichtgürtel. Bevorzugt anzutreffen ist der Spitzenfleck dabei an stehenden und langsam fließenden Gewässern von Mai bis Juni. Vom Verhalten und Aussehen ähnelt der Spitzenfleck dabei sehr den anderen Libellula-Arten. Die Flugleistung des Spitzenflecks ist jedoch geringer und man findet ihn daher häufiger sitzend vor. Zu unterscheiden sind diese Arten vor allem an den Flügeln. So weist der Spitzenfleck lediglich auf dem hinteren Flügelpaar Basalflecken auf. Und auch die charakteristischen Flügelmale beschränken sich bei dieser Art nur auf die Flügelspitzen. Von der Farbzeichnung ähnelt der Spitzenfleck sehr dem Plattbauch, wobei die Weibchen durch ihren leuchtend orange gefärbten Körper hervorstechen. Diese Farbenpracht verblasst jedoch im Laufe des Lebens. (Elisa Michel & Martin Schlüpmann)

Letzte Änderung am Freitag, 6. September 2019 um 13:42:24 Uhr.

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