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Schmetterlinge

Buchsbaum-Zünsler

Buchsbaumzünsler

Der Buchsbaum-Zünsler kann mit keinem anderen Schmetterling verwechselt werden. Er ist vorwiegend dämmerungs- und nachtaktiv, fliegt jedoch auch tagsüber gelegentlich herum. Gern ruht er an Hauswänden. Mit einer Spannweite bis etwa 4 cm ist er groß genug, um aufzufallen.
Diese Schmetterlingsart kommt von Natur aus vom gemäßigten bis ins randtropische Ostasien vor. Durch den Import von Zierpflanzen hat er Europa erreicht, wo er sich seit Jahren kontinuierlich ausbreitet.

Buchsbaumzünsler

Für unsere Natur an sich ist er keine Bedrohung, denn seine Raupe frisst an Buchsbaum. Für Gärtnereien, botanische Gärten oder auch Gartenbesitzer stellt dieser Falter sicherlich keinen Grund zum Feiern dar, denn seine Raupen können Buchsbäume buchstäblich niedermachen.
Als neue Tierart bei uns (Neozoon) hat der Buchsbaum-Zünsler (noch) keine natürlichen Feinde, die seinen Bestand wirksam regulieren könnten. Panik ist allerdings nicht geboten. Erinnern wir uns als vor etwas mehr als zehn Jahren auf einmal jener asiatische Marienkäfer in Massen herumflog - viele Stimmen beschworen das Ende unserer heimischen Marienkäfer herauf. Nichts davon ist passiert, zum Glück. Die Natur fand ihren Weg, um mit diesem Neuankömmling zurecht zu kommen, und es ist anzunehmen, dass sie das auch beim Buchsbaum-Zünsler schaffen wird.
Für unsere Region gilt es, nun erst einmal zu verstehen, wie die Flugzeit und Generationsfolge dieses Schmetterlings ausfallen wird. Daten liegen vor, aber ein exaktes Bild haben wir noch nicht. Sicher ist, dass die Art vom Frühjahr bis weit in den Herbst hinein fliegt. Aus Oberhausen erreichte uns z. B. eine Meldung vom 25.10.2015.

Text: Andreas Bäumler; Fotos: Julian Sattler

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Stachelbeerspanner

Schmetterling des Jahres 2016
Der Stachelbeerspanner (Abraxas grossulariata, Linnaeus, 1758)
Mit einer Flügelspannweite zwischen 3 und 5 cm sowie seiner auffälligen Zeichnung gehört der Stachelbeerspanner zu den auffälligeren Nachtfaltern. In vielen Regionen Deutschlands ist dieser schöne Schmetterling heutzutage selten geworden, wobei Biotopverluste und Pflanzenschutzmittel als Hauptursachen gelten. Andererseits neigt der Stachelbeerspanner von Natur aus aber auch zu starken Häufigkeitsschwankungen.
Die Raupen fressen an einer Vielzahl von Sträuchern und Laubgehölzen wie z. B. Stachel- und Johannisbeere, Hasel, Kirsche, Pfaffenhütchen usw. Die Flugzeit der Falter reicht in 1 Generation pro Jahr von Anfang/Mitte Juni bis in den August hinein. Stachelbeerspanner sind in der Dunkelheit aktiv; tagsüber ruhen sie gut versteckt in der Vegetation.
Der Stachelbeerspanner ist grundsätzlich eher eine Art des kontinentaleren Klimas. Von daher ist dieser Schmetterling hier bei uns im Westen nie wirklich häufig gewesen. Menschliche Eingriffe in die Natur, das Verschwinden naturnaher Gärten und der Einsatz von Agrar-Chemie erschweren die Lage für diesen Schmetterlinge umso mehr.

Text: Andreas Bäumler

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Abraxas grossulariata01

©entomart [Attribution], via Wikimedia Commons

Liste der Großschmetterlinge

für das westliche Ruhrgebiet nach einer vorläufigen Zusammenstellung von Andreas Bäumler
Die tabellarische Übersicht ist interaktiv und daher sotierbar.

Interaktive Artenliste

* Zu Zeiten v. Koch nicht als eigene Art geführt
** Nicht in Koch, da damals nicht aus Deutschland bekannt

Letzte Änderung am Dienstag, 21. März 2017 um 10:08:15 Uhr.

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