Farnpflanzen im Erzbunker

Farnpflanzen im Erzbunker

Seit fast 20 Jahren beobachten Botaniker, dass sich im Ruhrgebiet einige seltene, Mauern besiedelnde Farnpflanzenarten wie die Hirschzuge (Asplenium scolopendrium) oder der Schwarzstielige Streifenfarn (Asplenium adiantum-nigrum) ausbreiten. Es sind Arten, die in ihrem ursprünglichen Lebensraum, etwa in unseren Mittelgebirgen vegetationsarme Felsen besiedeln. Die Vermutung liegt nahe, dass im neuen Ersatzlebensraum der Ruhrgebietsmauer ähnliche ökologische Bedingungen herrschen – relativ hohe Luft- und Substratfeuchtigkeit und vor allem wenig andere Arten, die den Farnpflanzen Konkurrenz machen. Das läßt sich besonders gut in den Erzbunkern im Landschaftspark Duisburg-Nord beobachten.

30.09.2009

Erzbunker

Versteckte Vielfalt in alten Industrieanlagen – Mitarbeiter der Biologischen Station auf Expedition in die Tiefe
Mit Unterstützung der Parkverwaltung und tatkräftiger Hilfe der Duisburger Sektion des Alpenvereins (Herr Neuendorf) wagten die Mitarbeiter der Biologischen Station Westliches Ruhrgebiet eine Expedition in die dunklen Bunkeranlagen: Sie ließen sich bis auf etwa 8 Meter Tiefe abseilen, zählten die Farnpflanzen, bestimmten weitere Arten und sammelten Moosproben. Ein Messgerät wurde angebracht, welches nun über Monate Klimadaten aufzeichnet.

Letzte Änderung am Donnerstag, 27. April 2017 um 18:07:43 Uhr.

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