2007 Amphibienartenbestand der Rheinaue Walsum

Amphibienartenbestand der Rheinaue Walsum


Rzyczniok, Monika (2007):
Untersuchungen zum Amphibienartenbestand der Rheinaue Walsum in Duisburg. – Bachelor-Arbeit, Geographisches Institut, Lehrstuhl für Klimaforschung, Ruhr-Universität Bochum.

Zusammenfassung

Kreuzkröte, rufendes Männchen in einer Blänke

M. Schlüpmann

Aus der Rheinaue Walsum liegen erste Informationen zu den Amphibien bereits aus den 70er Jahren vor. In den 80er Jahren wurden intensive Untersuchungen durchgeführt. Die aktuellen Untersuchungen ab 2003 ermöglichen daher einen Vergleich mit diesen früheren Untersuchungen.
Dieser Vergleich zeigt, dass tatsächlich zeitliche und räumliche Veränderung der Amphibienfauna und ihrer Bestände in dem unter Naturschutz stehenden Gebiet stattgefunden hat. Zwei Arten waren nicht mehr nachweisbar. Der Laubfrosch wurde zuletzt in den 70er Jahren beobachtet. Die Knoblauchkröte ist seit Ende der 80er Jahre verschollen. Eine weitere Art – der Kammmolch – zeigt eine deutliche Verringerung der Bestände seit Anfang der 80er Jahre, doch ist diese Art hier bislang nicht bedroht. Als Ursache für diese Bestandsrückgänge wird der Verlust kleiner, fischarmer Gewässer angenommen. Wo früher flache, temporäre Gewässer waren, sind heute ausdauernde, tiefe Gewässer. Profitiert von diesen Veränderungen der Gewässer hat dagegen die Erdkröte, die früher nur vereinzelt nachweisbar war.
Die Anzahl der Kreuzkröten-Laichplätze hat seit Ende der 80er Jahre zugenommen. Als einzige Art kommt sie in großer Zahl auch in den Flutmulden des Deichvorlandes vor. Als einzige Art nutzt sie auch die überschwemmten Wiesen hinter dem Deich. Hier ist aufgrund des veränderten Gewässerangebotes und der Ausweitung von Gehölzflächen, die von dieser Art gemieden werden, im Osten der Rheinaue eine Verschiebung der Vorkommen von Osten nach Westen festzustellen.
Die Vorkommen und Bestände der häufigen Teichmolche und Wasserfrösche sind über den gesamten Betrachtungszeitraum stabil geblieben. Da die Wasserfrösche früher nur vereinzelt unterschieden wurden, sind Angaben zu Bestandsveränderungen nicht möglich. Der Anteil an Kleinen Wasserfröschen scheint allerdings zugenommen zu haben. Für Bergmolch, Grasfrosch und Seefrosch lassen sich Veränderungen nicht feststellen, da sie im Gebiet zu selten sind.

Schlagwörter : Rheinaue Walsum, Naturschutzgebiet, Bergsenkungsgebiet, Kleingewässer, Bergmolch, Kammmolch, Teichmolch, Erdkröte, Kreuzkröte, Grasfrosch, Kleiner Wasserfrosch, Teichfrosch, Seefrosch, zeitliche und räumliche Veränderung der Amphibienartenbestand

Aktivitätsdichte der Amphibien in Walsum

nach Daten der BSWR

Abb. 11: Aktivitätsdichte (Anzahl der gefangenen Tiere je hundert Fallen und je Fallennacht) der Amphibien in 21 Gewässern bei 33 Fangnächten für 4136 Reusenöffnungen (Einsatz von 341 Eimerreusen mit 5 Öffnungen, 235 Eimer mit 4 Öffnungen und 1491 Flaschenreusen). [nach Untersuchungen der BSWR]

Betreuer in der BSWR: Martin Schlüpmann

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